In der Frühen Neuzeit begann man dann damit, das Volk der Samen zum
Christentum zu ziehen und errichte zu diesen Zwecken die erste Kirche in
Lappland.
Ein sehr dunkles Kapitel beginnt dann im Jahr 1635,
als die Samen dazu gezwungen wurden, in Minen Eisenerz abzubauen. Wer sich
widersetze, musste mit drakonischen Strafen rechnen. Da sich die samische
Bevölkerung nicht länger als Sklaven ausnutzen lassen wollte, begannen viele damit,
zu fliehen. Da die Regierung dies aber unbedingt verhindern wollte, wurden Truppen
eingesetzt.
Noch 40 Jahre später sah man die Samen als minderwertiges Volk an
und setzte ihnen in Folge der Kolonialisation mehrere Siedler, welche ihren Boden
beackern und auch noch Abgaben von den Samen fordern durften. Dadurch, dass die
Siedler in den darauf folgenden Jahren nahezu den ganzen bestand an Tieren jagten
und erlegten, mussten die Kulturen lange Zeit mit Hungersnöten auskommen. Die Regierung trieb hingegen ihre
Christianisierung weiter voran und wollte alle Samen, die sich nicht zum
christlichen Glauben bekennen wollten, zum Tode verurteilen. Da sie ihre Religion
nun nicht mehr ausüben sollten, wurden auch die religiösen Stätte und Zufluchtsorte
der Samen zerstört.